SMR-Datenbank koptischer neutestamentlicher Handschriften

des Projektes Novum Testamentum Graecum - Editio Critica Maior
der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Einleitung

Die Nummerierung der koptischen neutestamentlichen Handschriften dieser im Jahr 2010 etablierten Datenbank fußt auf der Handschriftenliste von F.-J. Schmitz und G. Mink, die durch die Ausgabe der Katholischen Briefe von F.-J. Schmitz ergänzt wurde. Diese auch als SM-Nummern bezeichnete Nummerierungsart wird mit dieser Datenbank von S.G. Richter als SMR-Nummer weitergeführt. Das Ziel ist eine Erfassung sämtlicher (vorerst mit der Ausnahme bohairischer Zeugen) existierender koptischer neutestamentlicher Handschriften bzw. -fragmente. Unterstützt wird die Verwirklichung durch M.H.O. Schulz und K.D. Schröder.

Neben den Grundinformationen zu den Handschriften liefert die Datenbank eine Konkordanz, die die Suche mit der SMR-Nummer, der Nummer aus Biblia Coptica (BC), den unter Horner vergebenen Sigeln (H) und bei Bilinguen der Gregory-Aland Nummer (GA) ermöglicht. Ebenso kann gezielt nach den Inventarnummern der Museen und nach Bibelstellen gesucht werden.

In den Fällen, in denen eine Neubehandlung von Handschriften in Biblia Coptica stattfand, wurden etwaige neue Informationen hinzugefügt die Fälle mit Unstimmigkeiten aufgezeigt. In den Fällen, in denen eine Handschrift erstmals in Biblia Coptica behandelt wurde, bietet dieses Werk die kenntlich gemachte Primärquelle. Einzelheiten sind dem Beitrag zur Entwicklung der Datenbank zu entnehmen. Unter den Materialien befinden sich auch abrufbare Dateien zu verschiedenen Fragestellungen wie Datierungen, Bilinguen etc.

Vor einer Neunummerierung von Fragmenten wird aufgrund verschiedener Kriterien wie Blattgröße und Zeilenzahl unter Einbezug eines paläographischen Vergleichs ermittelt, ob diese zu bereits in der Datenbank aufgenommenen Stücken gehören könnten.


Version 2014.1

In SMR 2014.1 befinden sich 424 vergebene Nummern, worunter sich fünf durch Klammern gekennzeichnete befinden, die mit anderen Fragmenten zusammengefügt werden konnten. Insgesamt sind hier also 419 koptische Handschriften bzw. deren Fragmente zu finden, darunter 410 im sahidischen, fünf im mittelägyptischen, zwei im achmimischen sowie jeweils eine im Dialekt V und eine im Dialekt W. Insgesamt sind 48 neue Nummern in SMR 2014.1 enthalten. Es handelt sich um die Nummern-Blöcke: sa 61–70, sa 362–395, mae 4–5, cv 1, cw 1.


Zur neuen Version 2016.1 im März 2016

Für die Version 2016.1 wurden 90 Handschriftennummern für neu in die Datenbank aufgenommene Fragmente hochgeladen: sa 71–sa 91, sa 396–sa 465. Als weiteres wurden Zusätze oder Korrekturen an den Nummern sa 3, sa 15L, sa 17, sa 20, sa 34, sa 43, sa 48, sa291L, sa 293L, sa 295L, sa 299L, sa 370 durchgeführt. (Die Materialien wurden von J. Schmalenbach auf den neuesten Stand gebracht.)


Erweiterung zur Version 2016.2 im Mai 2016

Die Datenbank wurde um die Nummern sa 651–sa 669 mit Fragmenten der Apokalypse sowie um vier faijumische Fragmente mit der Apostelgeschichte erweitert. Die Zusammenstellungen zur Apokalypse gehen im Wesentlichen auf Christian Askeland zurück, der die Bearbeitung der koptischen Apokalypse im Rahmen des Projektes in Wuppertal aufnahm.

Aktuelles

Neues von der Verwandtensuche


Das Fragment „Kairo, CM -: Call-No. 931; G 809 Fragment 1“ konnte sa 154 G: Paris, Lou -: E 99 zugeordnet werden.